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Südostalpen-Exkursion Mai 2015

Diese Galerie enthält 12 Fotos.

Bergauf und Bergab…

 

…hieß es während der 11-tägigen Exkursion vom 23. bis 31. Mai 2015 im wahrsten Sinne des Wortes, denn für unsere 21-köpfige Exkursionsgruppe ging es unter der Leitung von Prof. Dr. Marius Mayer und Mag. Geograph Christian Bülow in den südostalpinen Raum. Nachdem sich die Anreise nach München, dem Ausgangsort unserer Tour, aufgrund des Bahn-Streiks als etwas schwierig gestaltete, starteten wir am 23. Mai vollzählig in der bayerischen Landeshauptstadt.

Während unserer Tour machten wir Halt an den unterschiedlichsten geographisch, geologisch, wirtschaftlich und auch touristisch, interessanten Stationen. Zu Beginn ging es zu Fuß durch die Münchner Innenstadt. Neben der Geschichte und Geographie der Stadt wurden auch Aspekte des Flächenmanagements/-recyclings und der Wirtschafts- und Einzelhandelsgeographie beleuchtet und diskutiert, bevor es am kommenden Tag mit dem Bus nach Berchtesgaden ging. Es erwartete uns zunächst eine Führung durch das dortige Salzbergwerk, bevor wir am Nachmittag die 630 Höhenmeter zum 1730 m hoch gelegenen Carl von Stahl-Haus im Nationalpark Berchtesgaden aufstiegen und dabei die landschaftlichen Auswirkungen des heutigen Skitourismus im Jenner-Skigebiet in Augenschein nehmen konnten. Eine nicht ganz zu unterschätzende Herausforderung, da ab 1500 m durchgängig Schnee lag!

Nach einem gemütlichen Abend auf der Hütte machten wir uns am kommenden Tag an den Abstieg durch den Nationalpark zum Königsee und erfuhren so nicht nur etwas über Klima, Vegetation, Landwirtschaft und Großschutzgebiete in den Alpen, sondern auch über die für uns sichtbaren Ausprägungen der Geo- und Glazialmorphologie des Alpenraums. Nachdem wir am Abend unsere Unterkunft Blasen versorgt hatten, erhielten wir am darauffolgenden Morgen eine Führung durch das „Haus der Berge“, das Besucherzentrum des Nationalparks Berchtesgaden. Weiter ging es ins österreichische Zell am See und Kaprun, wo am Nachmittag die unterirdischen Welten der Wasserkraftwerke Kaprun auf dem Programm standen und u.a. Fragen wie die Rolle der Hydroelektrizitätsgewinnung, Stromveredelung und -speicherung in Zeiten der Energiewende sowie die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Kraftwerksgruppe besprochen wurden.

Die Regionalentwicklung peripherer Gebirgstäler mit und ohne Tourismus stand im Fokus des nächsten Tages, an dem wir zu Gast in und bei der LEADER-Region Großglöckner-Mölltal waren. Nachdem eine Wanderung zur Pasterze aufgrund winterlicher Bedingungen auf der Großglockner-Hochalpenstraße ausfallen musste, erläuterte uns Mag. Günter Marwieser viele interessante Aspekte über seine Arbeit in der alpinen Regionalentwicklung. Der Tag klang am Ufer des Wörthersees aus.

Der darauffolgende Tag begann mit einem Expertengespräch bei Wörthersee Tourismus wo es um die Verjüngung traditionsreicher Destinationen und zeitgemäßes Online-Marketing ging. Die Route führte danach mit mehrfachen Grenzübertritten durch die Julischen Alpen Sloweniens und abends ans Ufer der Adria. Inhaltlich beschäftigten wir uns mit der Bevölkerungsgeographie der Alpen, den Slowenischen Alpen und der Wirtschaftsgeographie Italiens.

Einblicke aus erster Hand in die maritime Wirtschaft Sloweniens und das Bildungssystem erhielten wir durch Dr. Miha Koderman von der Universität Koper, der uns durch die Altstadt Kopers, den wichtigsten Exporthafens Sloweniens sowie die sehr modernen Uni-Gebäude führte. Nach dem Grenzübertritt ins jüngste EU-Mitgliedsland Kroatien legten wir auf dem Weg zur Südspitze Istriens einen Zwischenstopp im malerischen Rovinij ein, wo der Tourismus in Istrien und der Adriaküste thematisiert wurde. Anschließend konnten wir uns abends eine kleine Auszeit gönnen und genossen einen entspannten Abend bei einer Weinprobe in Pula, bevor wir am kommenden Tag (nach einem kurzen Bad in der Adria) die Karstgrotten von Postojna besichtigten und uns mit der Karstmorphologie und ihrer touristischen Inwertsetzung beschäftigten. Den Abschluss unserer Tour bildete am letzten Tag eine selbst organisierte Stadtführung durch Sloweniens Hauptstadt Ljubljana wo auch Aspekte der Politischen Geographie (Ex-)Jugoslawien zur Sprache kamen und die Rückfahrt nach München, bevor wir uns am 1. Juni, dank des nun beendeten Bahnstreiks, wieder auf den Rückweg nach Greifswald machten.

Fazit: Neben einem gestärkten Gruppenzusammenhalt und zahlreichen Blasen, könnten wir während unserer Tour eine Vielzahl von Eindrücken, Erfahrungen und Informationen gewinnen, die uns den sehr diversen Südostalpenraum erfahren ließen. Uns wurden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Länder und Regionen näher gebracht, die unter dem Einfluss ihres Naturraums, den Alpen, stehen. So entwickelte jeder von uns während der Exkursion entsprechend seinen ganz eigenen Blick auf den Alpenraum.

 

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