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Ländlicher Raum

 „LandLust“, „Mein schönes Land“, „Landidee“, „LandKind-Magazin“ – der ländliche Raum boomt am Zeitschriftenkiosk. Anderseits versuchen Landes- und Bundesbehörden unter Schlagworten wie „Demographischer Wandel“, „Kreisgebietsreform“, „Leuchtturmpolitik“ ländliche Räume zu demontieren. Sie zentralisieren öffentliche Dienstleistungen und Infrastruktur auf größere Städte in einer Weise, die es in dieser Form in Ostdeutschland noch nie gegeben hat. Demnach sollen ländliche Räume der Stadt angepasst bzw. untergeordnet werden.

In diesem Modul wird jene Entwicklungs- oder besser gesagt: Rückentwicklungsstrategie – auf Alternativen hinterfragt. Das bedeutet: Abstand gewinnen von urbanisierten Indikatoren, urbanisierter Regionalanalyse und vor allem: urbanisierter Raumplanung.

Im Seminar soll anhand neuster Daten (Zensus 2011) geprüft werden, inwieweit lieb gewonnenen Stereotypen über ländliche Räume noch zutreffen und inwieweit es sinnvoll ist, neue Leitbilder mit eigenen Entwicklungszielen auszubauen.

Anhand kleinerer Fallbeispiele soll auch gezeigt werden, was in den letzten Jahren alles zerstört worden ist, was erhalten ist, und was wieder aufgebaut werden muss. Dabei soll auch die Generalisierung „ländlicher Raum“ selbst auf den Prüfstand gestellt werden: Was hat ein ländlicher Raum mit starker Wirtschaftskraft (Tourismus) an der Ostseeküste mit einem dünn besiedelten ländlichen Raum im südlichen Uecker-Randow-Gebiet noch gemeinsam? Fragen dieser Art können im 3. Semester in Fallstudien verlängert werden.

Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Helmut Klüter

Literatur- und Recherchehinweise werden in der Lehrveranstaltung bekanntgegeben.

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