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Irland-Exkursion Juni 2017

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„There are no strangers here; Only friends you haven`t yet met“, sagt der Ire – ähnlich offen und freundlich wurden die Studierenden sowie Dozentin Miriam Richter-Tokar und Professor Daniel Schiller auf der Exkursion nach Irland bei den zahlreichen Treffen von den verschiedensten Akteuren begrüßt. Denn vom 4. Juni bis zum 15. Juni 2017 besuchte die 24-köpfige Exkursionsgruppe die Republik Irland in drei Etappen in Dublin, Cork und Galway. Während der Exkursion wurde Irland vor allem in Hinsicht auf vier Bereiche betrachtet: Stadtentwicklung und –planung, ländliche Entwicklung und Entwicklungsstrategien, wirtschaftliche Entwicklung (Celtic Tiger/Strukturwandel) sowie Tourismuswirtschaft und –förderung.

Die Exkursion startete in Dublin direkt mit der Anmeldung für die jährliche Konferenz der Regional Studies Association (RSA), die einen der Höhepunkte der Exkursion darstellte. Die internationale Konferenz auf dem Gelände des Trinity Colleges in Zentrum von Dublin mit dem Thema „The Great Regional Awakening: New Directions“ und wurde vom 5. Juni bis zum 7. Juni besucht. Hier konnten tiefe Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit und die aktuellen Trends der Humangeographie gewonnen werden, die für alle Studierenden sehr nützlich waren. Nach diesen ereignisreichen Konferenztagen mit touristischen und geographischen Themen aus der ganzen Welt stand nun die grüne Insel selbst im Fokus der restlichen Exkursion. Während der nächsten zwei Tage in Dublin trafen wir uns u.a. mit Vertretern von „Tourism Ireland“ und „Failte Ireland“ und erfuhren viel über die Vermarktung Irlands als Tourismusdestination im Inland und Ausland. Durch den Besuch bei der zweiten großen Universität Dublins, dem University College Dublin (UCD), konnten wir außerdem auch Einblicke in die Wirtschaftsentwicklung und vor allem die Stadtentwicklung Dublins erhalten, die durch eine Führung durch die Revitalisierten alten Hafenflächen, die sogenannten Docklands, sehr anschaulich nachzuvollziehen war. Hier zeigte sich u.a. die Kompromisslosigkeit der Vorgehensweise der öffentlichen Hand gegenüber den Anwohnern, was bezahlbares Wohnen in der Innenstadt betrifft.

Auf dem Weg zu unserem zweiten längeren Aufenthaltsort in Cork wurde noch ein Abstecher in der malerischen Kleinstadt Kilkenny gemacht. Nach dem unterhaltsamen Treffen in dem Tourismusbüro konnte man bei sonnigem Wetter (!) wahlweise das Kilkenny Castle, die dazugehörigen Parkanlagen oder die kulissenartige Innenstadt erkunden, bevor am Abend das Hostel in Cork erreicht wurde. Am Abend war es außerdem möglich, sich ein Gaelic Football- Spiel anzusehen, das sich vielleicht als Mischung aus Fußball und Rugby beschreiben lässt. Der anschließende freie Sonntag war durch die Besuche der Steilküste am Old Head of Kinsale, des Blarney Castles und des Küstenortes Cobh sehr gut ausgefüllt.

Cork, die zweitgrößte Stadt des Landes nach Dublin, wurde am darauffolgenden Tag durch mehrere Gespräche mit verschiedenen Organisationen und einen Stadtrundgang erkundet. Eine zentrale Erkenntnis hier war die Bedeutung des Hafens mitsamt der Schifffahrt und des Kreuzfahrttourismus für Cork und die in diesem Zusammenhang undifferenzierte und kurzsichtige Privatisierung der Hafenflächen.

Am Abend wurde dann der letzte große Aufenthaltsort der Exkursion Galway erreicht. Während am Dienstag hauptsächlich Galways von ADIs abhängige Wirtschaft und die Umsetzung des Konzepts Galways als Kulturhauptstadt Europas 2020 und eine kurze Stadtführung sowie der Besuch der National University of Ireland Galway (NUIG) inklusive Vorträgen anstanden, wurde am Mittwoch auf die ländlichen Regionen des Counties Galway geblickt, die nicht zur aufstrebenden Stadt gehören oder Teil des Connemara-Nationalparks sind und mit strukturellen Problemen wie z.B. Abwanderung zu kämpfen haben.

Am Donnerstag, dem letzten Tag der Exkursion, fuhren wir dann wieder gemeinsam nach Dublin, von wo aus sich jeder individuell auf den Rückweg machen konnte.

Insgesamt lässt sich also festhalten, dass wir in den zahlreichen Terminen bei Akteuren der Wirtschaft, der öffentlichen Hand und bei Universitäten in unterschiedlichen Städten vielfältige Blickwinkel auf Irland aus verschiedenen Perspektiven erhalten haben, die uns eine differenzierte Sicht auf den Tourismus und die Wirtschaftsentwicklung Irlands im städtischen wie im ländlichen Raum gegeben haben. Durch den Besuch der RSA-Konferenz konnten wir außerdem einen Einblick in die wissenschaftliche Welt der Geographie erhalten. Neben diesen Terminen und zahlreichen Eindrücken ist der zwischenmenschliche Bereich nicht zu kurz gekommen und die Stimmung in der Gruppe war trotz oftmals anstrengenden Tagen immer sehr gut. Ein Wehmutstropfen bleibt jedoch: Ein Abend in einem irischen Pub strapaziert das Portemonnaie erheblich.

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