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Baltikum-Exkursion Mai 2016

Diese Galerie enthält 14 Fotos.

Von Julius Brandt und Marion Drewski

„Baltikum? Ja, schon mal gehört… Das sind so ein paar kleine Länder im Osten.“ – Das könnte vor Reiseantritt die Standardmeinung fast aller 17 Studenten gewesen sein, welche vom 12. bis 22. Mai 2016 unter der Leitung von Dipl. Geographin Kristin Ramthun den europäischen Nord-Osten erkundeten. Während der Exkursion haben wir uns mit den bereisten Ländern auf verschiedenen Ebenen auseinandergesetzt. Themen waren Politik, (Tourismus-)Wirtschaft, Bevölkerung, Kultur und Natur.

Ein erster Zwischenstopp wurde in Olsztyn (Allenstein), Polen eingelegt, wo nach einer Stadtführung ein Besuch bei der Gesellschaft deutscher Minderheiten auf dem Programm stand.

Am nächsten Morgen wurde die Reise Richtung Baltikum fortgesetzt. Gegen Nachmittag wurde ein Zwischenstopp in der Stadt Kaunas eingelegt, welche neben Klaipėda und Vilnius eine der drei größten Städte Litauens darstellt. Hier wurde einerseits die historische Altstadt bewundert, andererseits stand mit dem IX fortas ein wichtiger Programmpunkt der jüngeren Vergangenheit an. Noch am selben Abend erreichten wir die litauische Hafenstadt Klaipėda im Westen des Landes, welche direkt an der Kurischen Nehrung liegt. Diese wollten wir uns am Folgetag selber angucken. Welchen besonderen Stellenwert der Nehrung, welche teils zu Litauen, teils zu Russland (Kaliningrad) gehört, als Naturphänomen hat, wird schon dadurch deutlich, dass sie 1991 zum Nationalpark erklärt worden ist.

Am Montag erfolgte eine selbst organisierte Stadtrundführung in Klaipėda und am Nachmittag wurde dann der wirtschaftliche Aspekt mit einem Besuch bei der Seaport Authority Klaipėdas vertieft. In einem interessanten Gespräch wurde die Bedeutung des Hafens für die Region und das Land näher beleuchtet. Ein eigenes Bild konnten wir uns anschließend bei einer mehrstündigen Hafenrundfahrt machen.

Die zweite Hälfte der Exkursion verbrachten wir in Riga, der Hauptstadt Lettlands. In Lettland standen mit dem Nationalpark Ķemeri und dem Küstenort Jurmala wichtige touristische Attraktionen auf dem Programm. Am ersten Morgen in Riga machten wir uns auf den Weg zum Ministry of foreign affairs of the Republic of Latvia, wo wir interessiert empfangen wurden. Auch Gesprächstermine bei der Deutsch-Baltischen Außenhandelskammer (AHK) und dem Goethe Institut brachten neue Einblicke. Am Folgetag wurde das Lettische Umweltministerium besucht. Dass die Letten in der Volksmusik das Instrument Kokle spielen, lernten wir mittags an der Universität Rigas. Mit einem Ohrwurm des gespielten Liedes eines Professors, bei dem wir unsere Gesangskünste beweisen durften, besuchten wir am Nachmittag die Deutsche Botschaft.

Abenteuerlust sollte sich am vorletzten Tag der Exkursion einstellen. Zunächst gab es eine dreistündige Führung auf der Burg Turaida bei Sigulda. Der längste Fluss innerhalb Lettlands, die Gauja, diente uns danach für eine sportliche oder genussvolle Tour mit dem Kanu oder dem Kajak durch den Gauja Nationalpark.

Bevor es dann am Samstagabend in einer etwa 17-stündigen Fahrt zurück nach Greifswald ging, nutzten wir den Tag mit einem Besuch des neuen Instituts für Geographie der Universität Lettlands und des KGB-Museums noch einmal voll aus.

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